13.02.2012

Deutschland: Wie Christen muslimische Kinder erreichen

Kinder-Evangelisations-Bewegung schult Mitarbeiter von Kindergruppen

Deutschland: Wie Christen muslimische Kinder erreichen

Kinder-Evangelisations-Bewegung schult Mitarbeiter von Kindergruppen

 

Gelsenkirchen (idea) – Im Ruhrgebiet wächst die Zahl christlicher Angebote für Kinder muslimischer Familien. Die Resonanz darauf ist an vielen Orten gut, weil diese Kinder dort mit offenen Armen empfangen werden, während sie sich sonst von Deutschen häufig abgelehnt fühlten, berichtete der für das nördliche Ruhrgebiet zuständige Mitarbeiter der Kinder-Evangelisations-Bewegung (KEB), Claus Ehritt (Marl), gegenüber idea. Am 11. Februar schulte die KEB bei einem Seminar in Duisburg 30 Mitarbeiter für die Arbeit mit muslimischen Kindern. Nach Ehritts Erfahrung ist es für solche Angebote wichtig, neben einem attraktiven Programm mit Spielen und Basteln christliche Wahrheiten in lebendigen Geschichten aus der Bibel zu vermitteln. So könnten die Kinder entdecken, dass Gott sie liebe und ihnen ohne Vorleistung Vergebung anbiete. Zudem könnten sie am Verhalten und bei den Gebeten der Mitarbeiter einen persönlichen und zugleich respektvollen Umgang mit Gott beobachten. Auf dem Seminar ging es zudem darum, wie Kindermitarbeiter eine freundschaftliche oder nachbarschaftliche Beziehung zu muslimischen Eltern aufbauen können.

Kinder erfassen zentrale Glaubensinhalte

Seit 15 Jahren gestaltet die KEB ein Angebot für Kinder in einem Übergangswohnheim in Gelsenkirchen. Es begann im Wohnzimmer einer dort lebenden muslimischen Familie. Heute stellt die Stadtverwaltung dafür einen Raum in dem Wohnheim zur Verfügung. „In unseren Veranstaltungen wird Deutsch gesprochen“, sagte Ehritt. So ließen sich Konflikte zwischen den Kindern mit unterschiedlichen Nationalitäten einfacher verhindern. Da die meisten eine Schule besuchten, beherrschten sie die deutsche Sprache gut. Ehritt zufolge kommt es zwar selten vor, dass diese Kinder ihr Leben mit einem Gebet Jesus Christus anvertrauten: „Wir erleben aber, dass sie zentrale Inhalte des christlichen Glaubens verstehen und in ihr weiteres Leben mitnehmen.“ Die KEB bietet außerdem an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet Kinderhauskreise und -bibelwochen, Freizeiten, Schulungen und evangelistische Veranstaltungen auf Campingplätzen an. Im Februar startet die KEB gemeinsam mit Gemeinden in Gelsenkirchen einen Kreis, in dem sich Christen einmal im Monat zum Gebet für ihre muslimischen Nachbarn treffen. Die KEB Deutschland mit Sitz in Breidenbach bei Marburg beschäftigt 90 Mitarbeiter. Die Stelle des Missionsleiters ist derzeit unbesetzt. Vorsitzender des ehrenamtlichen Aufsichtsgremiums, des Missionsrats, ist Hartmut Schulze (Adelsdorf bei Erlangen). Die KEB ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM).