14.02.2012
Deutschland: EKD ermuntert zum Gebet für verfolgte Christen
Im „Arabischen Frühling“ droht Christen ein „menschenrechtlicher Winter“
Deutschland: EKD ermuntert zum Gebet für verfolgte Christen
Im „Arabischen Frühling“ droht Christen ein „menschenrechtlicher Winter“
Hannover (idea) – Zum Gebet für bedrängte und verfolgte Christen ruft die EKD am Sonntag Reminiszere (Gedenke Herr) am 4. März auf. Sie hat dazu jetzt ein Materialheft zur Gestaltung von Gottesdiensten veröffentlicht. Ein Schwerpunkt der Fürbitte liegt in diesem Jahr auf den nordafrikanischen Ländern Algerien, Tunesien und Marokko. In diesen Staaten ist der Islam Staatsreligion. Die Bekehrung von Muslimen zum christlichen Glauben steht unter Strafe. In einer Mitteilung der EKD-Pressestelle in Hannover heißt es: „Auch wenn die historischen christlichen Kirchen im Maghreb offiziell anerkannt sind, bleiben sie doch abhängig vom Wohlwollen der staatlichen Autoritäten. So sind sie beispielsweise im Familienrecht behördlicher Willkür und Diskriminierungen ausgesetzt.“ Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), schreibt in einem Grußwort für das Materialheft: „In den Umwälzungen des Arabischen Frühlings droht vielen – häufig auch christlichen – Minderheiten ein menschenrechtlicher Winter.“ Neben politischer Unterstützung und dem menschenrechtlichen Einsatz für Religionsfreiheit brauchten diese Christen „vor allem unsere Solidarität, wie wir sie in der Fürbitte vor Gott zum Ausdruck bringen. Denn das Gebet ist ein besonderes und das vornehmste Mittel für uns Christenmenschen, mit dem wir unsere Verantwortung für diese Welt wahrnehmen“. Die Materialhilfe ist in deutscher und englischer Sprache erschienen und kann unter www.ekd.de/fuerbitte kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden.