17.02.2012

Somalia: Christ wegen seines Glaubens enthauptet

Terroristische Shabab-Miliz tötet „Abtrünnige“ vom Islam

Somalia: Christ wegen seines Glaubens enthauptet

Terroristische Shabab-Miliz tötet „Abtrünnige“ vom Islam

Mogadischu (idea) – In Somalia ist ein junger Christ wegen seines Glaubens enthauptet worden. Der 26-jährige frühere Muslim Zakaria Hussein Omar wurde wahrscheinlich von Mitgliedern der radikal-islamischen Shabab-Miliz hingerichtet, weil er vom Islam „abgefallen“ war. Wie erst jetzt bekannt wurde, fanden Nomaden seine Leiche bereits am 2. Januar im Dorf Cee-carfiid, etwa 15 Kilometer von der Hauptstadt Mogadischu entfernt. Nach Angaben des Informationsdienstes Compass Direct hatte Omar bereits im vorigen Jahr Hinweise darauf erhalten, dass sein Leben bedroht sei. Damals hatte die Shabab-Miliz die Hilfsorganisation verboten, für die er arbeitete. Omar war vor sieben Jahren in Äthiopien Christ geworden. 2008 kehrte er nach Somalia zurück und ließ sich zum Buchhalter ausbilden. 2010 heiratete er. Er hinterlässt seine Frau, seine Eltern, einen Bruder und vier Schwestern.

Shabab will Somalia „säubern“

Die schätzungsweise 7.000 Mitglieder zählende Shabab-Miliz steht mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung. Sie will Somalia von Christen „säubern“ und strebt danach, das islamische Religionsgesetz, die Scharia, im ganzen Land durchzusetzen. Es bedroht unter anderem den „Abfall“ vom Islam mit dem Tode. Im Jahr 2011 hat die Miliz drei Christen umgebracht; im Vorjahr waren es mindestens 15. In den vergangenen fünf Jahren haben die Shabab-Kämpfer über 18.000 Zivilisten getötet. Von den 9,4 Millionen Einwohnern des Landes am Horn von Afrika sind 99,7 Prozent Muslime und 0,3 Prozent Christen.