20.02.2012

Nigeria: Neue Anschläge auf Christen

Der jüngste Anschlag erfolgte im zentralnigerianischen Suleja am 19. Februar 2012. Bei einem neben der “Christ Embassy”-Kirche abgestellten Auto wurde eine Bombe platziert, deren Explosion kurz nach 10 Uhr morgens, dem Beginn des Gottesdienstes, erfolgte. Sie war zur “besseren” Wirksamkeit mit Motorrad-Ketten umwickelt, die als Splittergeschosse schön durch die Gegend schwirrten. Es wurde dennoch mit Gottes Hilfe niemand durch den Sprengkörper getötet, jedoch 5 Menschen verletzt. Pastor Uyi Idugboe erzählt davon, dass die von der Gemeinde aufgestellten Torwachen ihren Anteil daran haben, dass dieses Attentat beinahe glimpflich abging. Sie hätten unmittelbar vor Beginn des Gottedienstes etwas Verdächtiges bei dem Fahrzeug bemerkt und warnten daraufhin den Pastor.

Die Polizei ermittelt inzwischen in dem Fall. Natürlich ist der Verdächtige Nr. 1 die sog.  ”Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (ehemals “Boko Haram”), die sowohl dem nigerianischen Staat als auch den Christen des Landes den Krieg erklärt hat. Ihre internationalen Verbindungen sowie die angeheuerten Söldner dienen ihnen dazu, die Lage im Land soweit zu destabilisieren, dass nur sie selbst als Ordnungsmacht wieder “Frieden” schaffen können. Es ist bezeichnend, dass ein christlicher Pastor bereits vor fast genau einem Jahr über die Söldner sprach, ohne, dass deren Herkunft und Einfluss bislang untersucht worden wären.

Quelle: “the Seattle Times” vom 19. Februar 2012 und Berliner Gebetskreis