25.02.2012

Iran: 78-jährige Christin verhaftet

Frau Giti Hakimpour wurde am Mittwoch, den 22. Februar 2012 in Isfahan verhaftet. Sie wurde gegen 21.00 Uhr aus ihrer Wohnung gezerrt, während Sicherheitskräfte ihre Einrichtung bereits drei Stunden lang verwüstet hatten. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist bislang unbekannt. Frau Hakimpour ist Mitglied der anglikanischen “St.Lukas”-Gemeinde in der Stadt und entstammt einer Familie mit jüdischen Wurzeln, die sich vor Jahrzehnten bekehrt hatte.  Sie war ehemals Oberschwester in einer Klinik und hat viele weitere Schwestern ausgebildet. Außerdem ist sie mit dem ehemaligen Bischof von Isfahan, Iraj Mottahedeh, verwandt. “Ganz nebenbei” wurde am gleichen Tag auch der Pastor Hekmat Salimi in Gewahrsam genommen.

Giti Hakimpour hat keine Verwandten mehr in der “islamischen Republik”, nur noch im Exil. Diese sind jetzt sehr besorgt über ihren Zustand und ihre Zukunft. Ihr Gesundheitszustand sei ohnehin schon nicht der beste gewesen und nun steht das Schlimmste zu befürchten. Sie hatte vor kurzer Zeit ein künstliches Kniegelenk erhalten.
Ebenso sind die Anklagen, mit denen die Behörden ihre Gewaltmaßnahmen gegen Frau Hakimpour tarnen, noch völlig unklar. Ebenso wie im Fall des Pastors Hekmat Salimi, der am selben Tag in der selben Stadt um 07.00 Uhr morgens ebenso aus seiner Wohnung abgeführt wurde. Auch über seinen Aufenthalt und die gegen ihn erhobenen Vorwürfe ist noch nichts bekannt.

Quelle: ASSIST News Service, übersetz von Berliner Gebetskreis