04.01.2012
Nigeria: Welle der Gewalt setzt sich fort
Die Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK) berichtet:
Im Norden Nigerias droht die islamische Terrorgruppe Boko Haram Christen mit Vernichtung und Vertreibung. Am 2. Januar forderte ein Sprecher die Christen ultimativ auf, die überwiegend muslimischen Regionen des westafrikanischen Landes binnen drei Tagen zu verlassen. Im Gegenzug sollten Muslime aus dem mehrheitlich von Christen bewohnten Süden in den Norden ziehen. Staatspräsident Goodluck Jonathan verhängte den Ausnahmezustand über vier Unruheregionen.
Anschläge zu Weihnachten
Am 25. Dezember waren laut offiziellen Angaben mehr als 40 Christen Anschlägen der radikal-islamistischen Sekte Boko Haram zum Opfer gefallen. Ein Partner der HMK vor Ort berichtet von über 200 Toten und Hunderten von Verletzten. In Madalla explodierte ein Sprengkörper in der katholischen Kirche St. Theresa während der Weihnachtsmesse, zwei weitere Kirchen wurden in Jos und Gadaka angegriffen. Auch mehrere Einrichtungen der Sicherheitsbehörden waren das Ziel von Attentaten der Boko Haram, die einen islamischen Gottesstaat errichten will und sich gegen alles „Westliche“ stellt.
Angriffsserie in Damaturu im November
Bereits am 4. November hatte die islamistische Sekte einen groß angelegten Feldzug gegen Christen und die Regierung durchgeführt. Sie sprengten in Damaturu ein dreistöckiges Gebäude in die Luft und ließen im darauffolgenden Wochenende immer wieder Bomben in und rund um die Hauptstadt des Bundesstaates Yobe im Nordosten des Landes explodieren. Bewaffnete Männer schossen um sich. Dabei wurden hauptsächlich Kirchen und Polizeistationen angegriffen. Die meisten Opfer waren Christen, unter ihnen Politiker und Regierungsmitarbeiter. Die Welt hatte die Angriffe als „ die tödlichste Anschlagserie von Boko Haram“ bezeichnet.
„Bitte helft uns!“
Unser Partner bat uns um Hilfe: „Die Landesregierungen im Nordosten unterstützen die Scharia und verfolgen selbst islamistische Ziele. Nur die Kirche kann den vielen Christen helfen, von denen viele zu uns flüchten und schreckliche Geschichten erlebt haben. Sie brauchen wirklich Hilfe Medizin, Decken, Transortmöglichkeiten, seelsorgerliche Hilfe, Ermutigung und vor allem so grundlegende Dinge wie Wasser. Bitte kommt uns schnell zu Hilfe, wenn ihr könnt!“
Die ersten Spenden haben uns seit diesem Aufruf erreicht. Doch nach wie vor benötigen die Menschen in Nigeria unsere Hilfe. Wir wollen sie weiter ermutigen, trösten und ihnen mit unseren Hilfslieferungen zeigen, dass Christen in aller Welt an sie denken und für sie beten. Bitte unterstützen Sie uns dabei – und spenden sie weiter unter dem Stichwort SOFORTHILFE. Vielen Dank!
hmk/idea/welt online/AKREF