11.01.2012

Argentinien: Erweckung unter den Wichi-Indianern

Von Mutter Erde zum Sohn Gottes

Argentinien: Erweckung unter den Wichi-Indianern

Von Mutter Erde zum Sohn Gottes

Buenos Aires (idea) – In Argentinien breitet sich der christliche Glaube unter den Wichi-Indianern aus. Mehr als 1.000 Personen seien in jüngster Zeit Christen geworden, berichtet die Organisation „Cruzada a Cada Hogar“ (CCH/Buenos Aires), der argentinische Zweig des internationalen Missionswerks „Every Home for Christ“ (in Deutschland: „Aktion: In jedes Haus“). Etwa 3.000 Wichi leben im Norden des südamerikanischen Landes. Zunächst war ein Häuptling, Ramon Juarez, Christ geworden. Er kam in Kontakt mit dem CCH-Missionar Francisco Mendez. Gemeinsam reisten sie in das Siedlungsgebiet der Wichi. Sie verehren die „Mutter Erde“, die sogenannte Pachamama. Mendez legte den Indianern dar, dass er ihnen vom Schöpfer der Pachamama erzählen wolle. Danach besuchte er mit 120 Christen die Dörfer der Wichi. Mehr als 1.000 kamen dadurch zum Glauben an Jesus Christus. Mendez will künftig auch im benachbarten Paraguay unter Wichi evangelisieren. Insgesamt gibt es etwa 36.000 Angehörige dieses Indianerstammes in der Region. Sie sind besonders vom Ausverkauf ihres Landes an Großkonzerne der Agrarindustrie betroffen. In ihrem Kampf gegen die Übernahme ihrer Ländereien werden sie von „Asociana“, einer Partnerorganisation des evangelischen Hilfswerks „Brot für die Welt“ (Stuttgart), unterstützt. Von den 40,7 Millionen Einwohnern Argentiniens sind über 89 Prozent Christen – davon 87 Prozent Katholiken – und 8,7 Prozent Nicht-Religiöse. Der Rest verteilt sich auf Muslime, Juden, Buddhisten, Hindus und Anhänger von Naturreligionen. Das Missionswerk „Every Home for Christ“ (Colorado Springs/US-Bundesstaat Colorado) wurde 1946 gegründet und ist heute in rund 100 Ländern vertreten. Nach eigenen Angaben wurden im Jahr 2010 weltweit rund 77 Millionen Haushalte besucht und 151 Millionen Exemplare christlicher Schriften weitergegeben. Die deutsche „Aktion: In Jedes Haus“ (Radevormwald) unter Leitung von Ulrich Krieger und Bernd Tocha ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen.