13.01.2012
Myanmar: Gute Nachrichten: Waffenstillstand
Wie “mission news network“ berichtet, soll es ein vorläufiges Ende des seit Jahrzehnten schwelenden Konfliktes gegeben haben. Die „Karen“, die zu großen Teilen christianisiert sind, waren lange Zeit international nur als Opfer des Militärregimes bekannt und ihre Fluchten innerhalb des Landes und ins benachbarte Ausland waren oftmals ausschlaggebend für kritische Schlagzeilen der Presse.
Nun ist nach mehr als sechs Jahrzehnten des Konfliktes ein offizieller Waffenstillstand zwischen der „Karen National Union“ (KNU) und den Streitkräften Myanmars geschlossen worden. Ohnehin hatten Beobachter wie die christliche Menschenrechtsorganisation „open doors“ seit März 2011 eine Lockerung der inneren Spannungen in Myanmar beobachtet. Damals hatte die regierende Militärjunta die Regierungsgeschäfte an eine Gruppe von Zivilisten unter der Leitung des Präsidenten Thein Sein abgegeben. Die ca. 4,6 Mio Christen im Land gehören zumeist ethnischen Minderheiten eben auch den Karen an.
Diese Minderheiten gerieten oftmals in die Konflikte des Militärs mit regionalen oder anderen ethnischen Gruppen hinein. Wirtschaftliche Interessen des Militärregimes spielten in der Vergangenheit auch eine Rolle bei massiven Vertreibungen der Minderheiten aus Regionen, in denen Bodenschätze vermutet wurden, deren Exporterlöse Myanmar für die Aufrechterhaltung des Militärapparates brauchte. Auch westliche Regierungen hatten in der Vergangenheit eine Verbesserung der Beziehungen mit Myanmar von einem Ende der inneren Konflikte abhängig gemacht.
Das christliche Hilfswerk „vision beyond borders“ , das sich seit Jahren den Karen widmet, zeigte sich anfänglich selbst überrascht über diese jüngste Entwicklung. Dyann Romeijn von VBB sagte dazu:
Wir hörten von den „Free Burma Rangers“ am Boden, dass sie der Regierung einen Brief schrieben, in dem sie darum baten, Teil der Verhandlungen zur Lösung der Konflikte sein zu können. Es scheint, dass Gott durch sie und andere Christen vor Ort arbeitet. Hoffentlich gibt es jetzt einen echten Wandel. Noch ist alles Spekulation, aber wir sind vorsichtig optimistisch und fühlen uns immer ermutigt, wenn Dinge in eine positive Richtung gehen.
Romeijn geht auch davon aus, dass die Bekehrungen unter Flüchtlingen weiter voranschreiten. Große Teile der burmesischen Bevölkerung würden gerade jetzt den Weg Christi beschreiten.