19.01.2012
Indonesien: Zwei protestantische Kirchen niedergebrannt
Nord-Sumatra: – “Zu viele Gläubige, zu viele Gebete”
Indonesien: Zwei protestantische Kirchen niedergebrannt
Nord-Sumatra: – “Zu viele Gläubige, zu viele Gebete”
(Jakarta) Eine Menge von über 1000 Moslems brannte im Norden Sumatras zwei protestantische Kirche nieder. Die Angriffe der vergangenen Nacht im Bezirk Padang Lawas sind der bisherige Höhepunkt der Spannungen zwischen der örtlichen muslimischen Gemeinschaft und den Christen. Zur Begründung nannten Muslime, daß sie der „zu vielen Christen und derer Gebete“ überdrüssig seien, zumal die christlichen Gemeinschaften keine staatliche Genehmigung besäßen.
Bezirkschef Basrah Lubis bestätigte den Angriff und die große Zahl der Angreifer. Die Menge sei erbost gewesen, weil die Christen nicht auf die Forderung reagiert habe, die Kirchen in „neutrale Gebäude“ umzuwandeln, so der Bezirkschef.
Die Kirchen gehörten der pfingstlerischen Gemeinschaft, die zum größten Teil der Volksgruppe der Batak angehören. Laut Polizeiangaben, habe es sich um „Gebetsstätten“ aber nicht um Kirchen gehandelt, da keine entsprechenden Genehmigungen vorlägen. Die Genehmigung zur Errichtung einer Kirche ist ein langwieriger Behördenlauf, der von der muslimischen Mehrheit nach Möglichkeit boykottiert wird.
Quelle: Asianews/katholisches.info