20.01.2012
Kirgistan: Nicht registrierte Gemeinden warten auf Bearbeitung
AKREF/Österreich - In Kirgistan wird nach wie vor das repressive Religionsgesetz aus der Ära Bakiev durchgesetzt. Hunderte Moscheen, nicht registrierte protestantische Kirchen und Gemeinden, die Zeugen Jehovas, und die Hare Krischna Gemeinschaft warten noch immer vergeblich auf die Bearbeitung ihrer Registierungsanträge. Ohne staatliche Registrierung ist - entgegen internationalen Menschenrechtsstandards, jede religiöse Betätigung illegal.
Ein großes Hindernis auf dem Weg zur Registrierung und damit in die Legalität ist die Anforderung des Religionsgesetzes, dass mindestens 200 Gründungsmitglieder, die kirgiesische Staatsbürger mit Wohnsitz in Kirgistan sein müssen, ihre Identität vor staatlichen und Lokalbehörden nachweisen müssen. Valentina Gritsenko von der Menschenrechtsgruppe "Gerechtigkeit" in Jalalabad fragt sich: "Weshalb sollten Gemeinschaften 200 Unterschriften sammeln müssen, um miteinander zu beten oder Gottesdienst zu feiern?