16.06.2012

Nordkorea: "Ihr gebt uns Kraft und Mut”

Untergrundgemeinden beten für ihr Land - Hilfe zeigt Wirkung

Nordkorea: "Ihr gebt uns Kraft und Mut”

Untergrundgemeinden beten für ihr Land - Hilfe zeigt Wirkung

(Open Doors) - Heute vor zwei Monaten feierte Nordkorea den 100. Geburtstag seines verstorbenen Staatsgründers Kim Il Sung. Mit prunkvollen Paraden und dem Abschuss einer Rakete wurde am 15. April dem einstigen Machthaber gehuldigt. Doch jenseits der koreanischen Halbinsel haben an diesem Sonntag weltweit tausende von Kirchengemeinden in ihren Gottesdiensten besonders der Christen in Nordkorea gedacht und für die verborgenen Hausgemeinden, die Glaubensgeschwister im Arbeitslager sowie die zahlreichen Flüchtlinge und ihre Familien gebetet. Denn die Gläubigen werden als Landesverräter und "revolutionäre Elemente" harsch verfolgt. Open Doors hatte in mehreren Ländern zu dieser besonderen Aktion unter dem Motto "Beten statt feiern" aufgerufen. Wie wir erfahren haben, beteten sogar die Christen in Nordkorea für ihr Land - im Stillen oder bei den seltenen Zusammenkünften. Ein Gemeindeleiter schrieb: "Wir fühlen uns verbunden mit der weltweiten Gemeinde Jesu. Eure Liebe zu uns gibt uns Mut und Kraft." 

Geschwächtes Volk

Trotz solcher innerlichen Stärkung sind die Lebensbedingungen für Christen wie für die meisten Nordkoreaner weiterhin erschütternd. Die wirtschaftliche Lage scheint sich mehr und mehr zu verschlechtern. Auch der neue Machthaber Kim Jong Un unterstrich in seiner ersten Rede vor der Nation die herausragende Rolle des Militärs. Weiterhin wird wohl ein Großteil des Geldes in die Streitkräfte und das Atomprogramm fließen - während das Volk gleichzeitig unter Lebensmittelknappheit und Hunger leidet. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) schätzt, dass über sechs Millionen Menschen in Nordkorea chronisch unterernährt sind. Jeden Tag sterben Menschen an Cholera und anderen Krankheiten. Medikamente sind rar. Kinder und alte Menschen sind besonders gefährdet. Zum 100. Jubiläum im April versprochene Sonderrationen aus Reis, Sojabohnen, Schweinefleisch, Zucker, Fisch oder Eiern und Obst blieben aus.

Hilfe, die ermutigt

Seit vielen Jahren schon hilft Open Doors Hausgemeinden und nordkoreanischen Flüchtlingen in Nordkorea. Allein im vergangenen Jahr konnten 47.000 Bibeln und andere christliche Literatur sowie Nahrung, Kleidung und weitere Güter für rund 56.000 Christen über Netzwerke im Land verteilt werden. Simon, ein wichtiger Kontaktmann für unsere Dienste, versichert, dass die Hilfe und die Ermutigung im Gebet eine große Stärkung sind. Ein Gemeindeleiter erzählte, dass er gemeinsam mit anderen einmal eine ganze Nacht lang Gott gedankt habe, nachdem eine Lieferung sicher angekommen war.

Bitte stehen Sie den Christen in Nordkorea bei. Danke für Ihre Hilfe!

•            Danken Sie für die Netzwerke zur Verteilung der Hilfe, die im Laufe der Jahre entstanden sind.

•            Beten Sie um Bewahrung der Christen, wenn sie sich treffen.

            Beten Sie für den jungen Machthaber Kim Jong Un, dass er seine Entscheidungen zum Wohle aller Menschen in Nordkorea trifft, und er sein Land aus der Isolation herausführt.