06.03.2012

Nigeria: Trotz Leid - hoffnungsvoll

"Wenn Moslems wissen, du bist hingebungsvoll für den Herrn, dann werden sie dich respektieren!“ so Benjamin Kwashi, der Bischof in Nordnigeria, am Samstagnachmittag den 3.3. im Forum Wiedenest. Ein Bild von einer zerstörten Kirche von Jos wurde gezeigt – die Bombe war erst am Sonntag davor, den 26.2. in der Nähe seiner eigenen Gemeinde hochgegangen. Auf die Frage, was wir bei solchen schweren Verfolgungen tun können, sagte er: „Leute zu den Betroffenen schicken! Selber dorthin gehen! Nicht viel reden, da sein! Seit 1985 habe ich immer wieder Verfolgung erlebt. Ich erlebe, dass weltweit die Solidarität mit den Betroffenen fehlt. Deshalb sind wir allein! Aber es ist so, dass entweder miteinander untergehen oder aber, dass wir gemeinsam den Kopf über Wasser behalten und schwimmen können! Es fehlt im Westen die Solidarität mit den Verfolgten. Wir brauchen Gemeinschaft, das heilt mehr als Geld.“

Das Thema, dass man Benjamin Kwashi gestellt hatte, war: „Wie Gott immer wieder neu unsere Leidenschaft entfachen kann und was wir dazu beitragen können“ Seine Antwort war zum einen sein Lebenszeugnis: Dreimal wurde sein Haus abgebrannt, seine Frau schwer misshandelt. Zu einem Treffen zwischen Moslems und Christen wollte ein bestimmter führender Moslem nur kommen, wenn er, Benjamin Kwashi, auch da sein würde. Der Moslem sagte dann: „Dein Haus wurde 3-mal abgebrannt und du hast keinmal Rache geübt. Wenn alle Nigerianer sich so verhalten, dann sind die Probleme unseres Landes gelöst!“ Benjamin ergänzte: „Was er nicht wusste, dass ich Schmerzen in meinem Herzen hatte! Aber Jesus hat mich zurückgehalten und mir Ruhe gegeben!“

„Bist du errettet, dann hast du eine Botschaft! Lass nicht die Kultur (und deren Umstände) deinen Mund verschließen. Nicht viel Krach machen, nicht drängen, aber es sagen!“ „Das Evangelium muss nicht nur gesagt, oder darüber geschrieben werden, es ist ein Evangelium in Aktion, es muss gelebt werden. (…) Wenn du die Botschaft hast, und sie nicht lebst, dann ist keine Kraft mehr da! Es ist, als wenn du im Endspiel die Gelegenheit hast, ein Tor zu schießen – es aber nicht tust!“

Eine weitere Frage: „Fliehen weitere Christen vom Norden in den Süden?“ „Ja, aber viele finden Sicherheit in Jos, deshalb ist dort soviel Druck!“

„Was geschieht, wenn Gemeindehäuser niedergebrannt werden?“ Wir bauen sie wieder auf – sie brennen sie wieder nieder – und die Betroffenen bauen sie wieder auf!“

„Kommen von der Verfolgern welche zum Glauben?“ „Seit 3 Jahren bete ich für die Terroristen, dass Gott sie zum Glauben bringt. Vereinzelt geschieht es (er brachte zwei Beispiele) aber ich möchte Tausende sehen!“„Jesus bereitet uns vor: ,Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe…’ Wir werden nie verlieren: Wenn ich sterbe, dann gehe ich zu Jesus! Wenn ich lebe, dann predige ich weiter!“

Vielen Dank für den Bericht - AKREF