07.03.2012
Syrien: Für Frieden in Syrien beten
Europäische Baptistische Föderation in Sorge um Christen
Prag (idea) – Zum Gebet für Frieden in Syrien ruft die Europäische Baptistische Föderation (EBF) auf. Man beobachte mit tiefer Sorge die sich ständig verschlechternde Lage und das wachsende Blutvergießen, heißt es in einer am 6. März in Prag veröffentlichten Erklärung. Die EBF ist der Dachverband von rund 750.000 Baptisten in Europa und dem Nahen Osten. Man bete besonders für die Familien der vielen tausend Menschen, die bei den Kämpfen zwischen Regierung und Opposition in Syrien ums Leben gekommen seien. Der Verband erinnert auch an die Lage der baptistischen Minderheit, zu der 800 Mitglieder in 13 Gemeinden gehören. Die größte Gemeinde befinde sich in der heftig umkämpften Stadt Homs. Es gebe von dort kaum verlässliche Nachrichten, aber man gehe davon aus, dass die Gemeindemitglieder und der Pastor die Stadt verlassen hätten. Weiter heißt es: „In dieser Lage machen wir uns Sorgen um die Religionsfreiheit der christlichen Minderheit – unabhängig vom Ausgang der Auseinandersetzungen.” Auch anderen Konfliktregionen des Nahen Ostens hätten die Christen in großer Zahl verlassen: „Wir beten dafür, dass es möglich wird, dass die Christen in Syrien und den Nachbarländern bleiben können.” Gerade in dieser Lage gehe es darum, sich öffentlich zu Jesus Christus als dem Friedefürsten zu bekennen. 75 Prozent der 21 Millionen Einwohner Syriens sind Muslime, 15 Prozent Christen, sechs Prozent Alawiten und zwei Prozent Drusen. Es gibt auch eine kleine jüdische Minderheit. Präsident der EBF ist der Deutsche Hans Guderian (Berlin), Generalsekretär der Engländer Tony Peck (Bristol). Die EBF-Geschäftsstelle befindet sich in Prag.