10.03.2012

Großbritannien: Inhaftierte Terroristen werben für „Heiligen Krieg“

Einfluss islamischer Extremisten durchdringt Gefängnismauern

Großbritannien: Inhaftierte Terroristen werben für „Heiligen Krieg“

Einfluss islamischer Extremisten durchdringt Gefängnismauern

London (idea) – Selbst hinter Gittern verbreiten einige der gefährlichsten islamischen Terroristen in Großbritannien ihre Hassbotschaften und rufen zum sogenannten „Heiligen Krieg“ auf. Wie Recherchen der Londoner Zeitung Sunday Times aufgedeckt haben, nutzen die Extremisten Mängel und Schlupflöcher im Strafvollzug, um sich miteinander zu vernetzen, andere Häftlinge zu radikalisieren und Anhänger außerhalb der Gefängnismauern zu neuen Gräueltaten zu ermuntern. Darüber müssten die Sicherheitsbehörden besonders angesichts der bevorstehenden Olympischen Sommerspiele alarmiert sein, die vom 27. Juli bis 12. August in London stattfinden, heißt es in dem Blatt. Unter anderem seien Briefe inhaftierter Terroristen, die praktisch für jeden größeren geplanten oder durchgeführten größeren Anschlag verantwortlich seien, auf einer Internetseite veröffentlicht worden. So habe der am 12. Februar unter strengen Sicherheitsauflagen freigelassene Dschihad-Prediger Abu Qatada in einem Hochsicherheitsgefängnis mit vier Terrorverdächtigen Umgang gepflegt. Qatada wurde auch als „rechte Hand“ Osama bin Ladens (1957-2011) bezeichnet.

Haftbedingungen wie im „Ferienlager“

Die inhaftierten Terroristen werden der Sunday Times zufolge in Sympathisantenkreisen etwa als „Löwen des Islams“ gefeiert. Die Häftlinge betrachteten ihre Freiheitsstrafen als „Glaubenstest“ Allahs und beschrieben ihre Haftbedingungen als „Ferienlager“. Für die britische Gesellschaft hätten sie nur Verachtung übrig. Bilal Zaheer Ahmad, Befürworter der Ermordung aller Politiker, die für den Irak-Krieg gestimmt hatten, beschreibe die Briten als „Volk koma-saufender Drecksäue, Huren und geschlechtskranker Homosexueller“.