Von den Hinrichtungen 2011 seien zudem 249 geheim erfolgt, während 421 offiziell bekanntgegeben wurden, sagte Shaheed vor dem derzeit in Genf tagenden UNO-Menschenrechtsrat. 81 Prozent der vollstreckten Todesurteile seien wegen Drogenhandels ergangen, 4,3 Prozent wegen Gotteslästerung und 4,1 Prozent wegen Vergewaltigungen.
Weiter Steinigungen
Seit 2003 seien von Jahr zu Jahr mehr Verurteilte getötet worden. Zudem seien auch 2011 trotz eines inzwischen erlassenen Verbots wieder Straftäter durch die besonders grausame Methode des Steinigens getötet worden.
Shaheed erneuerte den Appell der UNO an den Iran, die Vollstreckung von Todesurteilen wenigstens bei solchen Straftaten auszusetzen, die nach internationalem Standard nicht als „besonders schwere Verbrechen“ gelten, darunter Drogenhandel.
Insgesamt beklagte der UNO-Berichterstatter erhebliche Mängel bei der Einhaltung der Menschenrechte im Iran, wie ORF.at schreibt, etwa bei der Rede- und Versammlungsfreiheit und dem Recht auf faire Wahlen. Derzeit säßen im Iran 42 Journalisten im Gefängnis und damit mehr als in jedem anderen Land der Welt. 150 Journalisten hätten seit der Wahl 2009 aus Angst vor Repressalien und Bestrafung das Land verlassen. Soweit ORF.at
Zu befürchten ist immer noch, dass Pastor Youcef Nadarkhani hingerichtet wird, da er das Todesurteil aufgrund des Blasphemiegesetztes erhalten hat. Ob er noch lebt? Wir wollen es hoffen, beten und bangen weiter um sein Leben. Auch am vergangenen Wochenende wurden in einigen Städten Mahnwachen und Demos gegen das Todesurteil des iranischen Pastors durchgeführt.