12.03.2012

Iran: Keine Gottesdienste mehr in der Landessprache

In einem Versuch Muslime davon abzuhalten das Evangelium in ihrer eigenen Sprache zu hören, wurde es den letzten beiden persischen Kirchen im Iran verboten, am Freitag Gottesdienste auf Persisch zu halten.

Die Pastoren der protestantischen Emmanuelkirche und der evangelischen St. Peterskirche wurden vom Sicherheits- und Geheimdienst von der Regelung in Kenntnis gesetzt und informierten am 10. Februar ihre Gemeinden.

Diese neue Einschränkung bedeutet, dass es in der Hauptstadt Teheran keine registrierten Kirchen mehr gibt, die am Freitag ihre Gottesdienste auf Persisch, der Sprache der muslimischen Mehrheit des Landes, abhalten. Die Regelung hat keinen Einfluss auf Sonntagsgottesdienste, doch im Iran ist Freitag der wöchentliche Ruhetag und berufliche Verpflichtungen machen es ist schwierig für die Christen, den Gottesdienst an einem anderen Tag zu besuchen.

Die Behörden hatten es auch gezielt auf einzelne Mitglieder der beiden Kirchen abgesehen und manche verloren ihre Stelle, nachdem die Regierung Druck auf ihre Arbeitgeber ausgeübt hatte.

In einem weiteren Fall haben die iranischen Behörden eine noch nie dagewesene Strafe gegen eine vom Islam konvertierte Christin ausgesprochen. Fatemeh Nouri, eine Kunststudentin an einer Universität in Teheran wurde für ein Jahr mit „Bildungsentzug“ bestraft, nachdem sie „dem Besuch einer Hauskirche, der Beleidigung heiliger Persönlichkeiten und wegen Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ angeklagt worden war. Sie wurde im September in ihrer Wohnung verhaftet und verbrachte fast drei Monate hinter Gitter.

  • Beten wir für die Mitglieder der beiden Kirchen, die keine persischen Gottesdienste mehr feiern dürfen. Beten wir, dass die Gemeinden nicht entmutigt werden, sondern dass sie auch weiterhin voller Vertrauen Zeugnis ablegen.

  • Danken wir Gott für Fatemeh Nouri und beten wir, dass ihr Glaube trotz der Drangsalierungen nicht ins Wanken gerät, sondern stattdessen gestärkt wird.

Quelle: Barnabasfund