24.03.2012
Russland: Christenheit als eine Familie darstellen
Konferenz der Russischen Evangelischen Allianz: Kein Platz für hasserfüllte Kritik
Russland: Christenheit als eine Familie darstellen
Konferenz der Russischen Evangelischen Allianz: Kein Platz für hasserfüllte Kritik
Moskau (idea) – Gegen Konkurrenzdenken und „hasserfüllte Kritik“ am Kurs anderer Kirchen hat sich der frühere Präsident der „Russischen Union der Evangeliumschristen-Baptisten“, Juri Sipko (Moskau), gewandt. Wie der jetzt als Reiseprediger tätige Baptist in einem Grußwort auf der Jahreskonferenz der „Russischen Evangelischen Allianz“ (REA) in Moskau sagte, ist es in Folge des Zusammenbruchs der früheren Sowjetunion zu zahlreichen Fehlentwicklungen gekommen. Damals hätten sich Kirchen und Christen gegenseitig verurteilt. Dies dürfe nicht länger fortgesetzt werden, forderte Sipko. Er würdigte die Arbeit der Russischen Evangelischen Allianz, die dazu beitrage, der Gesellschaft die Christenheit als eine einzige „nicht konkurrierende Familie darzustellen“. Sipko hatte sich vor kurzem bereits für einen Dialog mit der charismatischen Bewegung ausgesprochen, die zuvor viele Jahre lang von den Baptisten kritisiert worden war. Die Konferenz unter dem Motto „Das vollkommene Gesetz ist das Gesetz der Freiheit“ zählte 35 Teilnehmer.
Neuer Jakobus-Kommentar vorgestellt
Auf dem Treffen wurde auch der neue, russischsprachige Jakobus-Kommentar des deutschen Theologen und württembergischen Altbischofs Gerhard Maier (Stuttgart) vorgestellt. Der Kommentar ist in einer Auflage von 1.000 Exemplaren erschienen und wurde gemeinsam von Protestanten und Orthodoxen herausgegeben. Nach Worten des lutherischen Bischofs Dietrich Brauer (Moskau) sind „Kommentare von dieser Qualität höchst gefragt“. In der Russischen Evangelischen Allianz sind Kirchen und Gemeindebünde mit zusammen rund einer Million Mitgliedern zusammengeschlossen. Präsident ist der Theologiedozent Wladimir Rjagusow (Krasnodar). Zur „Russischen Union der Evangeliumschristen-Baptisten“ gehören etwa 75.000 Mitglieder in 1.800 Gemeinden.