06.05.2012

Nigeria: Kirchen als Risiko muslimischer Angriffe

Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden

Nigeria: Kirchen als Risiko muslimischer Angriffe

Sicherheitsmaßnahmen erhöht worden

 

In der “Assemblies of God”- Gemeinde von Kaduna  gehört mittlerweile das aufmerksame Hören auf das  Geräusch des Metalldetektors zum Alltag. Nicht nur das “Handgepäck” der Besucher wird nun vor dem Gottesdienst durchsucht, sondern auch alle Fahrzeuge, die auf das Grundstück fahren werden  gründlich nach Sprengstoffen, Schuss- und Stichwaffen durchsucht.  „Es ist ein Trauerspiel, dass diese Maßnahmen notwendig geworden sind.“ so der Gemeindeleiter. Reverend Emmanuel Daudu, geht nach der Devise: Gottvertrauen bedeutet nicht, dass man sich nicht schützt. Er sagt weiterhin:  „Wir haben keine Angst, aber wir achten auf Sicherheit weil wir uns nicht zurücklehnen und dafür sorgen wollen, dass unsere Feinde uns auf dem falschen Fuß erwischen. Wir müssen immer wachsam sein, denn wir kennen ihre Pläne gegen uns oder unsere Kirche nicht.“

Zwölf private, freiwillige Wachen und drei Polizisten bewachen den Zugang zum Gotteshaus und patrouillieren auf dem Gelände. Sie versuchen, die Ängste der Gläubigen ein wenig zu beruhigen. Gottesdienstbesucherin Amako Laraba, zweifache Mutter, sagt dass sie  nichts vom Besuch der Kirche abhalten könne. Sie gab folgendes Zeugnis:

„Wenn man seine Kinder in die Schule schickt, hat man schon ein bisschen Angst davor, was ihnen in der Stadt passieren könnte, aber in der Kirche sind wir sicher. Die Bibel lehrt mich, dass wir auf Gott vertrauen sollen. Dies ist unsere Stadt. Dies ist unsere Heimat. Hier sollen wir Gott anbeten und deshalb fühlen wir uns frei.“

Während des Gottesdienstes im Inneren der Kirche haben Gemeindemitglieder ihre Augen geschlossen, und heben ihre Hände zum Himmel dabei ihre Lippen im Gebet bewegend. Der Zwei-Stunden-Gottesdienst ist eine gute  Ermutigung. Trotz alledem: es sind  freudige Ausbrüche von Gesang leidenschaftliche Predigten und konzentriertes Gebet. So ein Gottesdienst-Beobachter. Die Mitglieder der Kirche sagen, dass sie weiterhin für ihre Erlösung und den Frieden beten.

 Quelle: voice of America, Berlner Gebetskreis