19.05.2012
Syrien: Flüchtlingswelle hält an
Zuflucht bei den Nachbarn
Zehntausende Syrer haben sich in Jordanien in Sicherheit gebracht. Noch ist die Solidarität groß. Doch die Ressourcen in dem Land sind knapp, das berichtet Inge Günther von der Frankfurter Rundschau.
Darunter sind auch viele Christen, die die Flucht aus dem immer noch umkämpften Syrien wagen, weil noch nicht abzusehen ist, wann das Morden aufhören wird. Die Christen geraten zwischen die Fronten. „Viele Syrer sind bei Verwandten in Jordanien untergeschlüpft und wollen aus Angst um die daheim gebliebenen Familien ihre Flucht nirgendwo aktenkundig machen. Deshalb behalten sie auch ihre Nachnamen lieber für sich.“ – schreibt fr-online.de weiter. So heißt es: „Die Flüchtlinge wollen Demokratie, „so wie in Europa“- sagen sie. Jedenfalls kein religiöses Regime und schon gar keine Salafisten. „Alawiten, die nicht gegen uns gekämpft haben, sind für mich Brüder, genauso die Christen. In Daraa konnten wir uns sogar in der Kirche verstecken.“ sagte ein islamischer Syrer. Vor einer Woche war wieder ein Anschlag mit 55 Toten. Der UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vermutet dass hinter den Anschlägen in Syrien das Terrornetzwerk Al Kaida steckt.